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Franz-Josef Mahl, Dritter v.l. und Arndt Raschel, Zweiter v. rechts  mit weiteren glücklichen AbsolventenÜberglücklich, entspannt und mit jeweils einer Prüfungsurkunde in den Händen kehrten am Wochenende die beiden frischgebackenen DSV Instructoren Franz-Josef Mahl und Arndt Raschel 

vom Stubaier Gletscher nach Gerolsbach zurück.

Die beiden Ausblider der Skiabteilung des FC Gerolsbach hatten sich bereits Anfang des Jahres dazu entschlossen, sich beim bayerischen Skiverband für eine Ausbildung zum „DSV B-Trainer Ski“ anzumelden. Neben zahlreichen Lehrgängen im Vorfeld fand nun abschließend die Prüfungswoche am Stubaier Gletscher unter sommerlichen Bedingungen statt.

Bereits am Pfingstsamstag quälten sich die 34 Lehrgangsteilnehmer von verschiedenen Skiverbänden stammend, aus ganz Bayern mit hunderttausenden von Pfingsturlaubern Richtung Innsbruck um rechtzeitig zum Lehrgangsbeginn in Neustift im Stubaital einzutreffen.

Die vom Oberpfälzer Skiverband nach den Vorgaben des BSV abgehaltene Ausbildung untergliedert sich während einer kompletten Woche in verschiedene Bereiche.

Beginnend mit einem Theorienachmittag am Samstag über Skitechnik, Bewegungslehre, Material- und Lawinenkunde, und Sportpädagogik folgten im Anschluss sechs anspruchsvolle Skitage in denen die Absolventen ihr technisches Können unter Beweis stellen mussten.

 

Neben diversen Prüfungsfahrten nach konkreten Vorgaben, wie zum Beispiel „mittelgroße Radien gedriftet“, eine Kurvenbahn mit driftenden Skienden in der Breite von zwei Pistenraupenspuren oder etwa „kurze Radien geschnitten“ also eine Kurvenfahrt in der Breite von einer Pistenraupenspur ausschließlich auf den Skikanten gefahren wurde auch das Skitechnische Können bewertet. Dabei musste unter anderem auch ein Riesentorlauf mehrmals durchfahren werden.

Letztendlich mussten die Teilnehmer auch in einer Lehrprobe darstellen, wie das Wissen auf die Skischüler umgelegt werden kann. Das Lehrthema jedes Einzelnen wurde durch das Losverfahren ermittelt. Im Anschluss hatte jeder Prüfling die Möglichkeit einen Skikurstag mit diversen zum Thema passenden Übungen vorzubereiten und tagsdarauf diesen mit einer Gruppe vor dem Prüfer zu demonstrieren. F.J. Mahl (Bildmitte) vor einer Prüfungsfahrt

Abschließend gab es dann noch einen Theorietest in dem die Teilnehmer ihr allgemeines Wissen rund um die Themen Vereinsrecht, Methodik, Bewegungslehre, Materialkunde und Lawinenkunde und weitere auf den Skisport bezogene Schwerpunkte unter Beweis stellen mussten.

Da sich für diese Ausbildung eben auch Schüler und Studenten entschließen wird dieser Kurs jeweils in den Pfingstferien abgehalten. Problematisch war daher, dass in diesem Jahr das Pfingstfest erst im Juni gefeiert wurde.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen von bis zu 36° unten im Tal zeigte das Thermometer selbst in einer Höhe von nicht ganz 3000 m bereits am späteren Vormittag Temperauren weit über null Grad.
Somit mussten die Ausbilder den gesamten Tagesablauf beginnend mit einem täglichen Morgenlauf so organisieren, dass man bereits um 8.00 Uhr an der Bergstation Gamsgarten mit der Fortbildung beginnen konnte.
Wenn man bedenkt, dass die Auffahrt zur Talstation von Neustift rund 20 Minuten dauert und dann nochmals für die Gondelfahrt und das Umkleiden die gleiche Zeit gerechnet werden muss, ein durchaus sportlicher Auftakt in den Tag.

Obwohl die Betreiber alles für einen guten Zustand der Pisten unternahmen, mussten auf Grund der Witterungsverhältnisse die Liftanlagen teilweise bereits am frühen Nachmittag wieder ihren Betrieb einstellten.
Dadurch musste jedoch auch das Ausbildungsprogramm in einem sehr engen Zeitfenster abgearbeitet werden, denn eins ist klar, die zweithöchste Ausbildungsstufe für den alpinen Skibreitensport ist allemal kein Skiurlaub.

Dies konnte auch Arndt Raschel vom FC Gerolsbach bestätigen der nicht nur der älteste Lehrgangsteilnehmer war sondern auch am Pfingstmontag im Rahmen seiner Mitabsolventen seinen 50. Geburtstag feierte. Ausbilder Alois Groll vom OSV zollte Raschel daher auch seine Hochachtung, dass er sich noch zu diesem Schritt entschlossen hatte.

Um ein bisschen Abstand vom Prüfungsdruck zu gewinnen und nach den Prüfungsfahrten und Lehrgängen ein bisschen zu relaxen stellte sich das Hotel Viktioria in Neustift erneut als eine hervorragende Unterkunft heraus. Neben einem Wellnessbereich mit Pool und Sauna zum täglichen entschlacken der Beinmuskulatur bot die Alpenresidenz auch am Abend mit seinen reichhaltigen Buffets und ihrer ausgezeichneten Küche die Möglichkeit vom Prüfungsstress ein wenig Abstand zu gewinnen.

Letztendlich konnten dann am Ende des Lehrgangs auch alle 34 Teilnehmer voller Stolz Ihre Prüfungsurkunde von Chefausbilder Anton Eckert in Besitz nehmen. Auch beim FC Gerolsbach freut man sich mit den beiden frischgebackenen Instructoren, die nun ihr erworbenes Wissen und Können voller Elan ab der kommenden Skisaison den Skischülern zur Verfügung stellen werden.

ara