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Auch im fünften Anlauf hat es nun nicht mit dem ersten Punktrundensieg des FC Gerolsbach nach der Winterpause geklappt. Aber trotzdem wirkte Herbert Krobath nach dem Spiel ausgesprochen entspannt. "Das war ein Riesenschritt von uns in Richtung Klassenerhalt", so der Abteilungsleiter der Schwarzweißen unmittelbar nach dem leistungsgerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden beim BC Rinnenthal.

Das FCG-Polster auf den Relegationsrang vergrößerte sich dadurch in der Tat wieder auf sechs Zähler - und im direkten Vergleich gegen den SV Münster, der sich aktuell auf Rang 15 befindet, haben die Gerolsbacher die besseren Karten. Aus den vier ausstehenden Partien braucht man nun wahrscheinlich nur noch einen Sieg. Und der sollte bei der gezeigten Leistung in Rinnenthal durchaus drin sein.
So war eigentlich in keiner Phase zu erkennen, wer denn da der Vierte des Zwischenklassements ist - und wer der Fünftletzte.

Die erste Topchance der Partie ging sogar an die Gerolsbacher, als sich Roman Redl auf dem linken Flügel geschickt durchtankte und die Kugel dann gefährlich nach innen brachte - aber Sebastian Waltl konnte leider nicht vollenden. Auf der anderen Seite musste dann FCG-Keeper Sebastian Ickes sein ganzes Können in einer Eins-zu-Eins-Situation unter Beweis stellen.

Quasi direkt nach Wiederanpfiff plötzlich erneut ein Riesenschock für die Schwarzweißen. Nach einer Attacke von Markus Knöferl an Elias Bradl zückte Schiedsrichterin Barbara Karmann (DJK Sandizell) glatt Rot für den FCG-Routinier. Sehr fragwürdige Entscheidung, da dieser weder eine gelbe Karte auf seinem Konto hatte noch seinen Gegenspieler rüde gefoult hatte. So sah man sich gezwungen, die Partie erneut mit einem Mann weniger weiterzuführen. Bereits das 6. Mal in dieser Saison.
Aber die Schwarzweißen ließen sich hiervon nicht aus der Bahn werfen, agierten konzentriert weiter. Und in der 65. Minute hat man durch Sebastian Limmer die Riesenchance, sogar in Führung zu gehen, aber leider vergab der FCG-Stürmer diese dicke Chance. Doch rund 20 Minuten später klappte es dann doch mit der Gästeführung: Spielertrainer Sascha Brosi, der sich kurz zuvor selbst eingewechselt hatte, setzte sich auf der linken Angriffsseite energisch durch - und seine Hereingabe wurde dann doch von Limmer unwiderstehlich verwertet (84.). Die Überraschung und drei Punkte zu Ostern lagen also nur noch 6 Minuten entfernt. Zumal auch der Rinnenthal durch einen Platzverweis mit 10 Akteuren weiterspielen musste. Zwei Minuten später glich die Heimelf dann doch durch den eingewechselten Alexander Demel zum 1:1 aus. Damit aber nicht genug: Auch Bernd Probsdorfer sah dann noch die Ampelkarte - also Platzverweis Nummer sieben für die Gerolsbacher in der laufenden Saison. Drei Platzverweise in einem eigentlich recht fairen Spiel. Im nächsten Spiel trifft man nun bereits am Samstag zu Hause auf den TSV Firnhaberau.

Spiel der 2. Mannschaft in der 70. Minute abgebrochen.

Beim favorisierten Team in Tandern sah man einen guten Auftritt des Reserveteams des FCG. Beim Drittplatzierten ging man durch Fabian Fottner schon Mitte der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung und hatte auch danach das Spiel im Griff. Alles sah nach einem Auswärtssieg aus, bis in der 70. Minute leider Schiedsrichterlegende Max Stein, der mit über 80 Jahren einer der ältesten Referees in Deutschland ist, gesundheitsbedingt das Spiel nicht mehr weiterleiten konnte. Wie es mit der Partie weitergeht, wird gerade beim BFV beraten. Wir wünschen unserem Max, der bei Jung und Alt immer gerne gesehen ist, alles Gute und hoffen, wir sehen ihn bald wieder mit der Schiedsrichterpfeife im Mund auf dem Fußballrasen. Am Samstag geht es dann zu Hause gegen den TSV Firnhaberau II um Punkte.