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Am Ende sicherlich keine große Überraschung, dass der FC Gerolsbach sein Heimspiel gegen den souveränen Spitzenreiter der Kreisliga Ostschwaben, den TSV Friedberg, mit 0:1 (0:1) verlor – aber es wäre durchaus mehr dringewesen für den FC.
Schon sehr früh gingen die Gäste in Führung, dann zeigte sich das Heimteam aber als ebenbürtiger Gegner. Und hätte Julian Wiethop nach einem zwar klaren, aber nicht unbedingt rotwürdigen Foul nicht schon Ende der ersten Hälfte Rot gesehen, wäre in der 2. Halbzeit vielleicht noch etwas herausgesprungen.

Für diese Aktion erhielt Julian Wiethop die rote Karte - definitiv eine zu harte Entscheidung

Für diese Aktion erhielt Julian Wiethop die rote Karte - mit seiner Meinung stand der Schiedsrichter hier alleine da

Dies meinte in etwa auch Trainer Sascha Brosi. "Es kann durchaus sein - muss aber nicht", so der Gerolsbacher Spielertrainer ehrlich. Er freute sich auf jeden Fall darüber, was seine Mannschaft in Unterzahl gezeigt hat. Das war eine deutliche Steigerung gegenüber den vergangenen Wochen und er ist sich sicher, dass die für den Klassenerhalt noch nötigen Zähler definitiv holen geholt werden können.

Das Einzige, was dem 40-Jährigen gestern nicht so gefiel, war die Anfangsphase der Seinen. Denn diese zeigten viel zu viel Respekt vor dem Tabellenführer. Das nutzten die Gäste dann auch prompt in der 6. Spielminute zur Führung.

Aber kaum lag der Spitzenreiter in Front, schien er sich auf diesem Vorsprung ausruhen zu wollen - denn plötzlich kam so gut wie nichts mehr von ihm. Zugegeben, der TSV verzeichnete weiterhin mehr Ballbesitz und wirkte spielerisch reifer als die Platzherren - allerdings ohne damit irgendeine Torgefahr entwickeln zu können. Folglich plätscherte das Match nur mehr so dahin, beide Teams bearbeiteten sich zwischen beiden Strafräumen - interessante Torraumszenen blieben Fehlanzeige.

Negativer Höhepunkt aus Sicht der Gerolsbacher war die Entscheidung des durchweg kleinlich pfeifenden Schiedsrichters in der 45. Minute. Julian Wiethop rauschte da in Höhe der Mittellinie mit großer Wucht mit einem Friedberg Spieler zusammen. Keine Frage, die Aktion sah heftig aus - aber dass der Unparteiische hierfür gleich die Rote Karte zückte, wirkte doch arg hart. "Hätte er nur Gelb gezogen, hätte sich wohl niemand darüber beschwert - zumal sich der TSV-Akteur nicht schwer verletzte und Julian bis dahin überhaupt nicht negativ in Erscheinung getreten war", kommentiert Brosi traurig diese Szene.

Aber es half nichts, der FCG musste den kompletten zweiten Durchgang in Unterzahl bestreiten - und das gegen das beste Team der Spielklasse. Aber bis auf einen Lattentreffer brachten die Gäste keine gefährlich Aktion mehr zustande.
Gleiches galt leider auch für die Gerolsbacher, denn zu zehnt hatte man einfach nichts mehr zuzusetzen. Also blieb es doch bei der knappen Niederlage des FCG. Der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang hat sich dennoch nicht verringert, er beträgt weiterhin fünf Zähler. Am Ostermontag geht es für die Gerolsbacher Mannschaft zum BC Rinnenthal.

Zweite Mannschaft mit klarem Erfolg gegen Türkspor Aichach

Mit einem glatten 3:0 setzte sich die zweite Herrenmannschaft des FCG gegen dem vorher besser platzierten Team des TürkSpor Aichach durch. Die erste Halbzeit blieb noch relativ ereignisarm, bevor es dann in Hälfte zwei munter zur Sache ging. Ehe in diesem Duell der erste Treffer fiel, war der erste Akteur dann bereits in der 58. Minute durch Gelb/Rot vom Platz geflogen. Unmittelbar nach dem Platzverweis gab es zudem einen Elfmeter für die Platzherren den Johannes Buxeder sicher verwandelte. Drei Minuten später erhöhte Fabian Fottner auf 2:0 - und nach dem dritten Gerolsbacher Streich an diesem Nachmittag, für den dann übrigens Tobias Schenk verantwortlich zeichnete (75.), war die Sache natürlich komplett zugunsten der Gastgeber gelaufen. Der konnte es sich sogar erlauben, in Person von Daniel Wagner ebenfalls einen Akteur durch eine Gelb-Rote Karte zu verlieren (84.) Der FCG II rückte durch diesen klaren Erfolg wieder auf den sechsten Tabellenplatz vor und spielte nun am Ostermontag in Tandern.