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Der FC Gerolsbach braucht dich!

Zurzeit zeigen sich einige Sorgenfalten bei den Verantwortlichen des FC Gerolsbach. Schon
seit längerem können einige Posten nicht adäquat besetzen. Kurz vor der am 13. Mai stattfinden
Jahreshauptversammlung zeigen sich nun aber deutliche Lücken, die den Verein über kurz
oder lang in größere Probleme bringen könnten. Die derzeit amtierenden Vorstände Heiko
Krabbe, Julian Schmidt und Achim Waßer berichteten über die vergangenen sechs Jahre
und wie es mit dem Verein weitergehen sollte. Die Fragen in diesem Interview stellte Detlef Fuhrmann.

Hier das ganze Interview lesen:

Detlef Fuhrmann: Im Mai wird die turnusmäßige Jahreshauptversammlung des FC Gerolsbach statt-
finden. Was erwartet die Mitglieder in Sachen Vorstandschaft bei den Neuwahlen?

Heiko Krabbe: Es wird einen Wechsel an der Führungsspitze geben. Achim als 3. Vor-
stand und ich werden nach unser Engagement in der Vereinsleitung beenden. Julian wird
weiterhin als 2. Vorstand tätig sein. Die Posten des ersten und dritten Vorstands sind also
vakant und derzeit steht noch in den Sternen, wer uns nachfolgen wird. Wir hatten beide von
vorneherein angekündigt, dass nach sechs Jahren Schluss sein wird.

Achim Waßer: Die Aufgabe war zu Beginn eine gewisse Herausforderung, denn die
Vereinsstrukturen waren viele Jahrzehnte nach alter Manier und damit auf einen kleineren
Verein zugeschnitten, nicht auf einen Großverein mit mittlerweile fast 1.200 Mitglieder. Viele
meinen, dass der Vorstand quasi für alles zuständig ist, also zum Beispiel vom Aufstreuen
des Platzes, Glühbirnenwechsel im Sportheim und Erstellung des Jahresabschlusses. Wir
haben dann 2017 den Verein noch etwas umstrukturiert und die Lasten auf mehreren Schul-
tern verteilt. Dennoch ist die Leitung eines Vereins zeitintensiv, lässt sich mit Organisations-
geschick aber neben der normalen Berufstätigkeit gut bewältigen.

Detlef Fuhrmann: Mit dem 28-jährigen Julian Schmidt bleibt der Jüngste im Bunde der Vorstandsrie-
ge dem Verein erhalten. Wie kann man jüngeren Leuten eine Tätigkeit in einem Verein
schmackhaft machen?

Julian Schmidt: Neben mir sind ja mit dem Abteilungsleiter Fußball (Korbinian Reiner),
der neuen Breitensportbeauftragten Juliane Salvamoser und den beiden Schriftführern, Dia-
na Schäfer und Maximilian Walter gleich vier weitere junge Ehrenamtler in wichtigen Positio-
nen. Und alle haben in den vergangenen Jahren sehr viel bewegt und machen eine tolle Ar-
beit. Viele neue Ideen wurden bereits umgesetzt, neue Kommunikationswege eingerichtet
und besonders im Breitensport wurde trotz der sich ständig ändernden Vorschriften während
der Pandemie Mittel und Wege gefunden, Angebote für die Mitglieder bereitzustellen. Und
genau das würde dem FC Gerolsbach guttun. Viele neue Leute mit interessanten Ideen, gut
vernetzt und voller Tatendrang. Posten gibt es ja genug.
 
 

Detlef Fuhrmann: Welche Posten sind neben den beiden Vorstandsstellen noch vakant?

Heiko Krabbe: Eine Menge. Die Liste ist lang. Dringend gesucht werden ein 1. Jugendleiter und ein
weiterer Jugendleiter für den Fußball. Allein davon hängt ab, ob ca. 150 Gerolsbacher Kinder
auch zukünftig vor Ort kicken können! Dazu kommen noch Beauftragte für die Pflege des
Sportgeländes, des Sportheims, Beauftragte für das Ehrenamt, Beisitzer. Plus 1. und 3. Vor-
stand versteht sich. Sehr gerne würden wir auch einen weiblichen Vorstand in der Führungs-
riege haben. Und das hat nichts mit der Quotenregelung zu tun.

Achim Waßer: Und natürlich auch Trainer für unsere Schüler- und Jugendmannschaft. Im männlichen
und weiblichen Bereich. Und gerne jemand der sich um unsere IT-Angelegenheiten küm-
mert.
 
 

Detlef Fuhrmann: Und die Interessenten stehen wahrscheinlich nicht gerade Schlange?

Julian Schmidt: Ja, so ist es leider. Wir haben in den letzten Jahren schon mehr als 50 Leute gefragt, ob
sie sich vorstellen können, die Vorstandsarbeit zu unterstützten. Der Erfolg war eher mäßig.

Achim Waßer: Manchmal erlebt man, dass das zufällige Erscheinen eines Vorstandsmitglieds auf der
Straße bei anderen bereits leichte Unruhe auslöst, weil die Passanten damit rechnen nach
ihrem möglichen Engagement beim FCG befragt zu werden. Deshalb sprechen wir nun keine
Leute mehr auf Ehrenämter außerhalb des Sportgeländes an und gehen andere Wege.

Heiko Krabbe: Eigentlich ist das wenige Interesse verwunderlich. Bei der Bürgerbefragung in Gerols-
bach im vergangenen Jahr landete der Punkt Sport+Soziales auf Platz 2 bei der Frage „Was
ist Ihnen in Gerolsbach besonders wichtig“. Auf 10-Jahres-Sicht lag der Punkt Sport+Umwelt
ebenfalls ganz vorne. Und mehr als 50 Prozent der Befragten konnten sich vorstellen, sich
ehrenamtlich zu engagieren. Unser Verein hat derzeit knapp 1.200 Mitglieder. Da braucht es
einfach Leute die mithelfen.
 
 

Detlef Fuhrmann: Welche Wege will der FC Gerolsbach nun einschlagen um die Lücken zu schlie-
ßen?

Achim Waßer: Wir werden am 09. April auf dem Sportgelände einen Ehrensamttag organisieren, wo je-
der, der Interesse an einem Ehrenamt hat gerne vorbeikommen darf. Wir werden auf der
Homepage und den sozialen Medien werben und eine Plakataktion vorbereiten.

Heiko Krabbe: Wir wollen den Menschen zeigen, dass Ehrenamt zwar Verantwortung und Zuverlässig-
keit heißt, aber nicht bedeuten muss, dass man Tag und Nacht für den FC Gerolsbach zur
Verfügung stehen muss. Ein Vorstand zum Beispiel hat die Aufgabe, den Verein zu gestal-
ten, weniger zu verwalten. Allerdings ist dies nur möglich, wenn genügend Unterstützung auf
allen Ebenen da ist. Denn der Verein ist zugleich eine Firma und mit 1.200 Mitgliedern nicht
gerade eine kleine.

Julian Schmidt: Und natürlich kann man sich auch Aufgaben teilen. Quasi in Teilzeit, wie in der Arbeits-
welt auch. Wenn Leute nur beschränkt Zeit haben, aber zum Beispiel gerne im Bereich Elek-
tronik, Haustechnik, IT oder Platzpflege ein paar Stunden unterstützen möchten sehr gerne.
Wenn wir die Arbeit auf mehr Schultern verteilen können, wird der Verein auch weiter existie-
ren können.

Heiko Krabbe: Die Alternative bei Mangel an ehrenamtlicher Unterstützung wäre die sehr kostenintensi-
ve Leistungserbringung durch externe Firmen, was zur Folge hätte, dass die Mitgliedsbeiträge in die Höhe schießen. Aber wir sind uns sicher, dass dies durch Unterstützung aus den eigenen Reihen zu verhindern ist.

Achim Waßer: Wir freuen uns auf einen Generationswechsel der die Weichen für die Zukunft des FC
Gerolsbach, mit seiner im ganzen Umkreis bekannten Sportanlage und den vielfältigen An-
geboten, stellt.

Julian Schmidt: Und wir sind jetzt sehr gespannt, wie viele Leute zum Ehrenamtstag am 09.04. erschei-
nen. Und Interessenten werden dann auch erfahren, was neben jeder Menge Respekt und
Schulterklopfen noch für Unterstützer im Ehrenamt gemacht werden kann.
 
 
Wenn auch du Interesse hast dich ehrenamtlich in deinem lokalen Verein zu engagieren, komm gern am 09.04 ins Sportheim.
Dort kannst du dich über sämtliche Tätigkeiten beim FCG informieren!